Der Impfausschuss des Obersten Sanitätsrates hat den Impfplan überarbeitet und den aktuellen Erfordernissen angepasst. Der „Impfplan 2007“ wurde in der Sitzung des Impfausschusses des Obersten Sanitätsrates am 21. November 2006 beschlossen.
Neuerungen 2007
- Die Impfung gegen Rotaviren wurde nach Verfügbarkeit von zwei Impfstoffen präzisiert und auf die Altersbegrenzung (Impfung nicht nach dem 6. Lebensmonat) ausdrücklich hingewiesen.
- Impfstoffe gegen onkogene Papillomviren sollten für Mädchen und Frauen - möglichst vor Eintritt in das sexuell aktive Alter - zur Anwendung kommen. Zur Unterbrechung der Infektionskette ist die Impfung von Personen beiderlei Geschlechts wichtig.
- Die Impfung gegen Hepatitis A wird für alle Kleinkinder vor Eintritt in Gemeinschaftseinrichtungen angeraten. Bei der Indikationsimpfung gegen Hepatitis A werden Ersthelfer ausdrücklich erwähnt.
- Für die Impfung von Patienten mit primären und sekundären Immundefekten (inkl. Patienten mit Tumortherapie oder Patienten nach Transplantation) wurden die detaillierten Empfehlungen der STIKO als Internet-Hinweis im Impfplan eingefügt.
- Angesichts der Masern- und Mumpsausbrüche vorwiegend in der Generation der 15-30Jährigen sollte diese Personengruppe hinsichtlich eines wirksamen MMR-Schutzes überprüft und eventuell nachgeimpft werden.
- Die voraussichtlich 2007 in Österreich verfügbare Impfung gegen Herpes zoster (Gürtelrose) für Personen ab dem 60. Lebensjahr wurde berücksichtigt.
Download Druckversion gesamter "Österreichischer Impfplan 2007" (pdf-Datei, 37 Seiten)
Die wichtigsten Tabellen aus dem neuen Impfplan 2007: